Die Wahl der Bestattungsart

Wer entscheidet über Bestattungsort und Bestattungsform?

In unserem Kulturkreis kennen wir zwei Bestattungsarten:
Erdbestattung und Feuerbestattung


Die Erdbestattung wird in unserer Gegend als Haupt-Bestattungsart bevorzugt.
Wir kennen folgende Arten von Gräbern:

Reihengrab: (Einmalgrab)

  • Grab nach der Reihe
  • nicht aussuchbar
  • Laufzeit 25 Jahre
  • Ruhezeit 25 Jahre
  • nicht nachkaufbar

Wahlgrab: (Familiengrab)

  • Grab aussuchbar
  • in ein oder mehrstelliger Form
  • Tiefengrab
  • Laufzeit 25 Jahre
  • Ruhezeit 25 Jahr
  • muß bei neuer Bestattung immer auf 25 Jahre nachgemietet werden


Die Feuerbestattung als zweite Form unserer Bestattungsart:

Beisetzart:

  • Urnenerdbestattung
  • Urnenwände
  • Urnenseebestattung

Urnenerdbestattung:

  • Wahlgrab (wie bei Erdbestattung)
  • Ruhezeit 20 Jahre
  • Reihengrab für eine Urne
  • Ruhezeit 20 Jahre

Urnenanonymgrab:

  • Grabfeld meist Rasenfeld
  • nicht wissen wo Urne bestattet ist

Urnenwände:

  • Urnenbeisetzung in über der Erde liegenden Urnennische für ein oder zwei Urnen

Urnenseebestattung:

  • Urnenbeisetzung auf hoher See
  • Hauptsächlich in der Ostsee und Nordsee aber auch in allen anderen Weltmeeren


 

Die Erdbestattung

Wie die Zeremonie einer Bestattung, so gehört auch die Bestattungsform zur Individualität des Verstorbenen. Zur Auswahl stehen verschiedene Varianten der Erd- und der Feuerbestattung. Je nach Friedhof und Leistung fallen natürlich unterschiedlich hohe Kosten an. Die folgende Liste gibt einen Überblick über die Grabarten.
 

  Wahlgrab (Erd,-Feuerbestattung)

Schon zu Lebzeiten den Friedhof und den Platz des Grabes auswählen – das ist möglich, wenn man sich für ein Wahlgrab entscheidet. Das Nutzungsrecht an diesem Grab kann immer wieder verlängert werden, beispielsweise im Zuge einer weiteren Beisetzung.
 

  Reihengrab (Erd,-Feuerbestattung)

In Reihen platzierte Gräber werden in chronologischer Folge belegt: Die Reihe wird mit jedem verstorbenen Individuum fortgeführt. Die Grabstellen sind also für nur eine Bestattung ausgelegt. Familienangehörige müssen später an einem separaten Platz bestattet werden.

  Rasengrab (Erd,-Feuerbestattung)

Auf einem Rasengrab ist in der Regel ein Grabstein platziert, vorgeschrieben ist das jedoch nicht. Für Pflege des Rasens ist der Träger der Grabstelle verantwortlich.
 

  Urnenwände (Feuerbestattung)

Als Kolumbarium wird eine Urnenwand bezeichnet. Jede der Kammern in dieser Wand kann eine oder mehrere Urne aufnehmen. Eine Gravur, meist in eine Mamorplatte gemeißelt, erinnert an die Verstorbenen.

Die Feuerbestattung

Für eine Feuerbestattung müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein: Eine entsprechende Verfügung des Verstorbenen ist ebenso notwendig wie eine zweite Leichenschau vor der Verbrennung des Sarges im Krematorium. Vergleichbar mit der Dekomposition des Körpers bei einer Erdbestattung, kommt es bei der Verbrennung durch auf 800 Grad erhitzte Luft zu einer Dehydrierung. Der Vorgang ist jedoch viel schneller abgeschlossen: Er dauert nur ca. 90 Minuten. Nach der Verbrennung nimmt eine Aschekapsel die Asche des Verstorbenen auf. Sie trägt den Namen, das Geburts- und Todesdatum sowie das Datum der Einäscherung. Bestattet wird die Kapsel in einer weiteren Urne.

Die Seebestattung

Auch im Falle einer Seebestattung wird die Asche des Verstorbenen zunächst in eine Urne gefüllt. In Anwesenheit der Trauergäste wird diese wasserlösliche Urne auf hoher See von einem Schiff aus dem Meer übergeben.

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